← Deutsch C1 · Unterricht 7. Juli

Nominalisierung & Leseverstehen

Grammatik: Nomen aus Verben/Adjektiven bilden (Übungsgrammatik S. 101). ? im Feld oder am Button → Tipp nur für diese Lücke. Enter → nächstes Feld.

Was ist Nominalisierung? Du verwandelst Verben und Adjektive in Nomen — statt «wir wünschen Gesundheit» schreibst du «wir wünschen Gesundheit»; statt «man bucht» → «bei der Buchung». Das klingt formeller und ist typisch für Werbetexte, Berichte und C1-Prüfungen.

🇷🇺 Номинализация — превращаем глагол/прилагательное в существительное. Частые суффиксы: -ung (Bildung), -heit/-keit (Gesundheit, Möglichkeit), -nis (Erlebnis). Два корня сливаются в одно слово: Schaffen + Kraft → Schaffenskraft, Foto + Wettbewerb → Fotowettbewerb.

Verb organisieren → die Organisation · teilnehmen → die Teilnahme Adjektiv gesund → (das) Gesundes · möglich → Möglichkeiten Kompositum Kunde + zufrieden → die Kundenzufriedenheit

Im Satz brauchst du oft den Artikel und den richtigen Kasus: «bei der Buchung» (Dat.), «den Verzicht auf …» (Akk.), «die Entwicklung von …» (Gen. nach von oft ohne Artikel). Artikel beim Tippen optional — die Seite akzeptiert beides.

Tipp. Bei Übung 5 auf Kasus achten. Pro Lücke: ? für einen Tipp, nochmal ? für alle Varianten.
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Grammatik: Nominalisierung

Übung 3 — Eine E-Mail vom Grand Hotel

Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Nomen.

Übung 4 — Der Schlüssel zum Glück

Bilden Sie aus den vorgegebenen Wörtern Nomen.

Übung 5 — Werte und Stärken eines Unternehmens

Bilden Sie Nomen. Achten Sie auf den richtigen Kasus und eventuell fehlende Artikel.

Leseverstehen: Wege zur Sprache

Lies den Artikel. Ordne dann jede Zusammenfassung (1–6) dem passenden Absatz zu.

Wege zur Sprache

Absatz 1. Die Aneignung einer Sprache ist Forschungsgegenstand sowohl der Linguistik als auch der Entwicklungspsychologie, der Didaktik und anderer wissenschaftlicher Disziplinen. In der Forschung gibt es Beobachtungen zum Spracherwerb und zum Sprachenlernen:

Absatz 2. Erwerb meint unbewusste und implizite Vorgänge in natürlicher Umgebung, etwa beim Einkaufen oder auf der Straße. Beispiel: Der Erwerb der Sprache bei Immigranten im Zielland. Lernen beschreibt bewusste und explizite Vorgänge mit einer klaren Steuerung. Beispiel: Lernen mithilfe einer Lehrperson.

Absatz 3. Bei Kindern ist das Repertoire in der Muttersprache bemerkenswert: Ihr Erwerb umfasst auch Sprachregeln, deren Vorkommen in ihrer Alltagssprache selten ist. Und das, obwohl das Üben von Strukturen nur mit einer begrenzten Anzahl von Regeln erfolgt. Abweichungen von den Normen der Muttersprache sind dabei ein Bestandteil des Lernprozesses.

Absatz 4. Selbst ohne Korrektur der Fehler durch die Eltern ist der Erwerb der Muttersprache durch die Kinder dennoch vollständig. Beim Lernen von Fremdsprachen in der Schule erfolgen Korrekturen durch die Lehrenden. Trotzdem ist der Erwerb der neuen Sprache am Ende unvollständig. Es gibt viele Gründe für dieses Phänomen – wie der Umfang an Trainingszeit, Möglichkeiten des Sprachkontakts, Maß der Motivation oder das Lernziel.

Absatz 5. Das Ziel von Kindern beim Spracherwerb liegt im Aufbau von sozialen Kontakten und weniger in der Weitergabe von Informationen. Es besteht daher die Annahme, dass eine Verbesserung des Sprachvermögens in der Fremdsprache auch in der Schule mit Erhöhung der Anzahl von Sprachkontakten z. B. durch Korrespondenz, Schüleraustausch oder Klassenfahrten eintritt.

Absatz 6. Bei Erwachsenen gibt es jedoch die allgemeine Feststellung, dass eine Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse im Gegensatz zu Kindern nicht unbedingt mit Sprachkontakten verbunden ist. Der Lebensmittelpunkt in Deutschland ist z. B. allein kein Garant für gute Sprachkenntnisse.

2a — Welche Zusammenfassung passt zu welchem Absatz?